Die Bedeutung regelmäßiger Leiterprüfungen
- service38644
- 14. März
- 2 Min. Lesezeit
Leitern sind in vielen Arbeitsbereichen unverzichtbare Hilfsmittel. Ob im Handwerk, in der Industrie oder im Büro – sie ermöglichen den Zugang zu höhergelegenen Arbeitsplätzen. Doch wie sicher sind die verwendeten Leitern tatsächlich? Regelmäßige Prüfungen sind entscheidend, um Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten.

Warum sind regelmäßige Leiterprüfungen wichtig?
Leitern und Tritte unterliegen bei Gebrauch einem natürlichen Verschleiß. Beschädigungen oder Abnutzungen können die Stabilität beeinträchtigen und das Unfallrisiko erhöhen. Daher schreibt die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) vor, dass Arbeitsmittel, zu denen auch Leitern zählen, regelmäßig auf ihren sicheren Zustand überprüft werden müssen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) konkretisiert diese Anforderungen in der DGUV Information 208-016, die als Leitfaden für den sicheren Umgang mit Leitern und Tritten dient.
Wer darf Leitern prüfen?
Die Prüfung von Leitern und Tritten darf nur von einer befähigten Person durchgeführt werden. Eine befähigte Person zeichnet sich durch:
Fachwissen: Abgeschlossene Berufsausbildung oder Studium im relevanten Bereich.
Berufserfahrung: Praktische Kenntnisse im Umgang mit den zu prüfenden Arbeitsmitteln.
Aktualität: Regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungen, um stets über den neuesten Stand der Technik und geltende Vorschriften informiert zu sein.
Wie oft sollten Leitern geprüft werden?
Die Häufigkeit der Prüfungen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Nutzungsintensität und den Einsatzbedingungen. Generell wird jedoch empfohlen, Leitern mindestens einmal jährlich zu überprüfen. Bei intensiver Nutzung oder unter extremen Bedingungen können kürzere Prüfintervalle sinnvoll sein.
Was umfasst eine Leiterprüfung?
Bei der Prüfung werden Leitern auf verschiedene Mängel untersucht:
Holme und Sprossen: Kontrolle auf Risse, Verformungen oder Korrosion.
Verbindungen: Überprüfung von Nieten, Schrauben und anderen Befestigungen auf festen Sitz.
Leiterfüße: Sicherstellung, dass sie nicht abgenutzt oder beschädigt sind und somit einen sicheren Stand gewährleisten.
Spreizsicherungen: Kontrolle auf Funktionstüchtigkeit und Unversehrtheit.
Dokumentation der Prüfung
Nach der Prüfung sollten die Ergebnisse schriftlich dokumentiert werden. Dies kann beispielsweise mithilfe von Checklisten erfolgen, die alle relevanten Prüfpunkte enthalten. Eine ordnungsgemäße Dokumentation dient nicht nur der Rechtskonformität, sondern auch als Nachweis für durchgeführte Sicherheitsmaßnahmen.
Fazit
Regelmäßige Prüfungen von Leitern und Tritten sind essenziell, um die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten und Unfälle zu vermeiden. Arbeitgeber sind verpflichtet, diese Prüfungen durchzuführen oder durchführen zu lassen und sollten sicherstellen, dass nur einwandfreie Arbeitsmittel zum Einsatz kommen. Durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Prüfintervalle und eine sorgfältige Dokumentation leisten Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Arbeitsschutz und zur Gesundheit ihrer Mitarbeiter.
Hinweis: Die bereitgestellten Informationen dienen als allgemeine Richtlinie. Für detaillierte und spezifische Anforderungen sollten stets die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften konsultiert werden.
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